Steckbrief

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Name: B.a. Robin
Vater: Ja
Mutter: Ja
Alter: Veränderlich
Familienstand: Solistin
Wohnort: (zwischendurch und immer wieder) München
Hobbys: Schlafen, Schokoladeessen
Idole: Willy Astor, Fred Vargas
Liebster fiktionaler Charakter: Willow Rosenberg (aus Buffy – The Vampire Slayer)
Motto: Krimis müssen nicht todernst sein


Fragen an B.a. Robin

1. B.a. Robin. Das ist doch nicht dein richtiger Name, oder?

Stimmt. Der Name steht für den Ausspruch "be a robin" (= Sei ein Rotkehlchen), mit dem meine irischen Mitbewohner mich in meiner Belfaster WG immer aufzogen. Sie meinten, ich solle mich weniger wegen der verrammelten Haustür, Stromausfällen oder Ratten sorgen und das Leben einfach wie ein unbeschwerter Singvogel angehen. Nach einem Jahr machte ich den Abflug.

2. Warum schreibst du Krimis?

Weil man im richtigen Leben nichts als Ärger kriegt, wenn man jemanden umbringt.

3. Woher kommen deine Ideen?

Ideen sind wie Moskitos.
Sucht man sie, sind sie unsichtbar. Doch kaum knipst man das Licht aus, surren sie wild herum und rauben einem den Schlaf.
Sie erwischen einen an den unmöglichsten Stellen, zu den unpassendsten Augenblicken und hinterlassen juckende Bissspuren, von denen man einfach nicht die Hände lassen kann.

4. Gibt es reale Vorbilder für deine Hauptfiguren in Mord am Lord, Theo und Josie?

Da gibt es viele verschiedene Einflüsse. Theo ähnelt den diversen Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in meiner Familie. Mein Vater zum Beispiel trug 15 Jahre lang denselben Parka wie Theo und meinen Onkel bringt man nur mit Waffengewalt in den Urlaub.
Und genau wie ich steht Theo mit Computern und modernen Telekommunikationsgeräten auf Kriegsfuß. Allerdings ist es bei ihm feste Überzeugung und bei mir schlichte Unfähigkeit.
Josie auf der anderen Seite trägt denselben Namen wie meine imaginäre Freundin aus Kindertagen. Wie die Josie von damals darf sie alle Verrücktheiten anstellen, die ich mich nicht traue, weil mein innerer Theo mich hartnäckig zurückhält.
Ein bisschen sind Theo und Josie wie zwei Teile von mir, die ständig miteinander im Clinch liegen. Im Roman dürfen sie sich nun endlich richtig austoben.

5. Bist du eine Hundehasserin? Oder wie kam es zu deinem Kurzgeschichtenband Hundsgemein?

Grundsätzlich bin ich eigentlich mehr ein Katzenmensch. Aber irgendwann fiel mir auf, dass es in meinen Geschichten nur so von Hunden wimmelte, darum habe ich vier davon zu einem Band zusammengefasst. Als Darsteller in witzig-skurrilen Geschichten bieten Hunde einfach viel mehr Möglichkeiten als Katzen.
Natürlich gäbe es auch andere Tiere mit komischem Potential. Aber wie viele Leute halten sich schon ein Hängebauchschwein als Haustier?

6. Wie und wo schreibst du?

Um richtig zu arbeiten, muss ich das Haus verlassen. Meistens gehe ich in irgendeine Bücherei; hier in München haben sich die Bayrische Staatsbibliothek (Öffnungszeiten von 8 bis 24 Uhr!!!) und die Zentralbibliothek im Gasteig bewährt. Hauptsache ich bin umgeben von anderen Leuten, die sich ebenfalls über ihrem Laptop quälen.
Auch im Ausland konnte ich mich in die ein oder andere Unibibliothek schmuggeln. Und wenn mal keine Bücherei greifbar war, habe ich auch schon mal monatelang eine ruhige Ecke in einem Hotelfoyer frequentiert. Das Wichtigste ist, dass ich keine Ablenkung habe.

7. Du bist eine begeisterte Friedhofsbesucherin. Wie stellst du dir dein eigenes Grab vor?

Wann immer ich eine Stadt bereise, mach ich reichlich unprofessionelle Fotos vom örtlichen Friedhof. Es fasziniert mich zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen in verschiedenen Ländern begraben werden. In hektischen Städten sind d Friedhöfe oft die mit Abstand menschenfreundlichsten Orte.
Mein eigenes Grab hätte ich gerne auf dem Haidhauser Friedhof in München mit irgendwas aus Schmiedeeisen statt eines Grabsteins. Und mit wilden Erdbeeren als Bepflanzung.
Oder, das kommt auf meine Tagesform an, vielleicht auch mit Brennnesseln.